Borkenkäfer – trotz Rückgang der Fangzahlen keine Entwarnung

05.08.2019
Das Oberforstamt veröffentlicht bei Bedarf die Ergebnisse der Zählungen der Borkenkäfer in den gleichen vierzehn Fallen wie letztes Jahr. Bei Fragen gibt das Oberforstamt Auskunft.

Wie zu erwarten war, ist in der vergangenen Woche die Anzahl der gefangenen Käfer wieder zurückgegangen. Dies vom Rekordwert von 96‘100 Stück am 26. Juli 2019 auf 26‘680 Stück am 2. August 2019 (siehe Fangbericht). Die Reduktion der Fangzahlen ist vor allem auf die im Vergleich zur Vorwoche deutlich kühlere und feuchtere Witterung zurückzuführen. Eine «Entwarnung» kann dennoch nicht gegeben werden, weil die in der Vorwoche geflogenen Käfer nicht einfach verschwunden sind, sondern zu einem grossen Teil versucht haben, sich in die Rinde noch lebender Fichten zu bohren. Waren diese Versuche erfolgreich, so zeigt sich das innert weniger Wochen an der Entstehung neuer «Käferbäume».

Nach wie vor sind auch in Appenzell I.Rh. immer mehr neue Käfernester sichtbar, die genau angeschaut werden müssen und in den meisten Fällen ein rasches Eingreifen erfordern.

Das Oberforstamt rät deshalb weiterhin zu höchster Wachsamkeit und fordert die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer auf, in ihren Fichtenwäldern einen Kontrollgang vorzunehmen, um Käfernester so bald als möglich zu entdecken. Das rechtzeitige Aufrüsten und Abtransportieren oder Entrinden der befallenen Käferbäume wird vom Oberforstamt mit Beiträgen unterstützt. Käferbefälle sind umgehend dem zuständigen Revierförster oder direkt dem Oberforstamt (071 788 95 71) zu melden.

Dokumente

Dokumente
Typ Titel Dokumentdatum
Fangbericht 5 2019 05.08.2019