Radon

Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Edelgas. Radon kann durch Risse und Spalten aus dem Untergrund an die Erdoberfläche gelangen. Dies ist normalerweise kein Problem, da Radon im Freien verdünnt wird. Dringt Radon jedoch in Gebäude ein, kann es sich dort unter ungünstigen Umständen anreichern und gesundheitsschädliche Konzentrationen erreichen. Radon ist farblos, geruchlos und kann daher nicht wahrgenommen werden. Gesundheitliche Auswirkungen machen sich erst nach vielen Jahren bemerkbar. Vor allem in Gebäuden mit einem Naturboden im Untergeschoss, kann es zu Überschreitungen kommen.

Für Räume, in welchen sich Personen während mehreren Stunden pro Tag aufhalten, gilt ein Grenzwert für Radon von 300 Bq/m3. Wird dieser überschritten, müssen Massnahmen ergriffen werden. Die Verantwortung liegt bei den Eigentümern der Gebäude.

Private Messungen können durch über eine anerkannte Messstelle durchgeführt werden. Es ist mit 70.- bis 100.- Franken pro Messung zu rechnen.

Schutzmassnahmen / Sanierung

  1. Verhindern des Eindringens von Radon ins Gebäude (Boden abdichten mit Beton / luftdichte Zu- und Ableitungen für Strom, Wasser, Abwasser)
  2. Barriere zwischen unbewohnten und bewohnten Räumen (Abdichten alter Türen, Neubau dichter Türen, Kellerdecke abdichten)
  3. Lüften (falls energetisch vertretbar: Keller möglichst oft lüften)
Sara Bachmann

Leiterin Fachstelle Luft, NIS und Umwelt
Telefon: +41 71 788 92 23
E-Mail: sara.bachmann@bud.ai.ch