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Neophyten

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Neophyten sind Pflanzen, die nicht zur einheimischen Flora gehören. Definitionsgemäss sind sie nach der Entdeckung Amerikas im 15. Jahrhundert auf unterschiedlichen Wegen und von verschiedenen Kontinenten zu uns nach Europa gelangt.

Die Gründe hierfür sind sehr mannigfaltig: landwirtschaftliche Nutzpflanzen (Mais, Kartoffel), forstliche Nutzpflanzen (Douglasie, Robinie), Heilpflanzen (Kamille) oder Kuriositäten und Zierpflanzen (Springkraut, Riesenbärenklau, Sommerflieder) wurden absichtlich eingeführt. Andere wurden mit Handelsgütern und pflanzlichen Erzeugnissen und durch die weltweite Reisetätigkeit unbeabsichtigt eingeschleppt.

Rund 400 "neue" Pflanzen haben sich in unserer heimischen Flora eingenistet und werden zum Teil schon gar nicht mehr als Neophyten wahrgenommen.

Doch einige Neophyten sind wegen ihrer invasiven Vermehrung und Verbreitung zu einem nicht zu unterschätzenden ökologischen Problem geworden. Seltene und empfindliche Biotope können verschwinden, gewisse Neophyten stellen ein Gesundheitsproblem für den Menschen dar (Allergien, Verbrennungen, ...) oder sie lassen Böschungen instabil werden und gefährden dadurch Menschenleben und Sachwerte.

Für die Hauptverbreitung ist der Mensch verantwortlich: das Ausbringen von kompostiertem Pflanzenmaterial, das Verschieben von kontaminiertem Erdreich sowie illegales Deponieren irgendwo in der Landschaft sorgen immer wieder für eine ungewollte Ausbreitung.

In Zusammenarbeit mit dem Bau- und Umweltdepartement und mit dem Asylzentrum sowie mit Freiwilligen bekämpft das Landwirtschaftsamt gezielt das Drüsige Springkraut und den Riesenbärenklau. (Auf eine Bekämpfung des Japanischen Staudenknöterichs muss vorderhand verzichtet werden. Eine erfolgreiche Methode ist im Moment leider nicht vorhanden.)
Die Verbreitung der Neophyten ist auf dem geoPortal einheitlich für St. Gallen und die beiden Appenzell erhoben worden. Machen Sie sich einen Eindruck hier.

Publikationen

Publikationen
Typ Titel Bearbeitet
Datei PDF document Der Schwarzkopfregenwurm 22.02.2017
Datei PDF document Neophyten im Appenzellerland 22.02.2017

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