Umweltgerechtes Düngen

Pflanzen werden durch das Austragen von Gülle und Mist mit der nötigen Nährstoffmenge versorgt. Bei ungünstigen Boden- und Witterungsverhältnissen darf hingegen nicht gedüngt werden. Der Dünger kann sonst ins Gewässer abgeschwemmt oder ins Grundwasser ausgewaschen werden. Zudem können umweltgefährdende Stickstoffgase in die Luft entweichen. Das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer (GSchG), die Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV) und die Luftreinhalteverordnung (LRV) regeln die Beziehung zwischen Gülleaustrag und Beeinträchtigung der Gewässer bzw. Belastung der Luft.

Um die Umweltauswirkungen des Gülleaustrages zu reduzieren, ist der richtige Ausbringungszeitpunkt entscheidend. Bewirtschafter müssen vor jeder Düngerausbringung eigenverantwortlich prüfen, ob die gesetzlichen Vorschriften eingehalten sind.

Das Amt für Umwelt und das Landwirtschaftsamt stellen hier die wichtigsten Grundlagen zur Beurteilung des Ausbringungszeitpunkts und die geltenden gesetzlichen Vorgaben zur Verfügung.

Neue Grundlagen seit Januar 2022:
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Vegetationsruhe

In der Vegetationsruhe können die Pflanzen den Stickstoff nicht oder nur sehr reduziert aufnehmen. Daher dürfen stickstoffhaltige Dünger nur in Zeiten ausgebracht werden, wenn die Pflanzen den Stickstoff aufnehmen können (Anhang 2.6 Ziffer 3.2.1 ChemRRV).

Die Vegetationsruhe beginnt, wenn die Tagesdurchschnitt-Temperatur an 5 aufeinanderfolgenden Tagen unter 5 °C liegt. Wie sich die Messstandorte diesbezüglich verhalten, kann der Tabelle entnommen werden.

Empfehlung: Es wird unabhängig von Lufttemperatur und Wetterlage empfohlen, dass mindestens 2 Monate nicht gedüngt wird (Dezember und Januar), da die Pflanzen aufgrund ausbleibendem Wachstum keinen Stickstoff zu sich nehmen.

Ansprechperson

Sara Bachmann

Leiterin Fachstelle Luft, NIS und Umwelt
Telefon: +41 71 788 92 23
E-Mail: sara.bachmann@bud.ai.ch

Ansprechsperson

Mazenauer Jasmin