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Christian Hörler erhält den Werkbeitrag 2019 der Innerrhoder Kunststiftung

08.11.2019

Das Projekt «Die Säule» hat die Jury überzeugt. Die Innerrhoder Kunststiftung vergibt den Werkbeitrag 2019 an Christian Hörler. Die Verleihung des Preises findet am Samstag, 30. November 2019, statt.

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Christian Hörler erhält den Werkbeitrag 2019 der Innerrhoder Kunststiftung.

Das Projekt «Die Säule» hat die Jury überzeugt. Die Innerrhoder Kunststiftung vergibt den Werkbeitrag 2019 an Christian Hörler. Die Verleihung des Preises findet am Samstag, 30. November 2019, statt.

Seit dem Jahr 2000 vergibt die Innerrhoder Kunststiftung in unregelmässigen Abständen Werkbeiträge, um zeitgenössisches Kunstschaffen zu fördern. Der Stiftungsrat hat an seiner Sitzung vom 24. September 2019 einstimmig beschlossen, den diesjährigen Werkbeitrag von Fr. 10'000.-- an Christian Hörler zu vergeben. Geboren und aufgewachsen in Meistersrüte, lebt Hörler heute in Wald AR. Die Auswahl erfolgte aufgrund der von zehn Kunstschaffenden eingereichten Werkdokumente. Die Jury setzte sich zusammen aus den Mitgliedern des Stiftungsrats der Innerrhoder Kunststiftung, Eduard Hartmann, Daniela Mittelholzer, Roland Scotti und Ottilia Dörig. Als externe Fachperson nahm der in Oberegg aufgewachsene Kunsthistoriker Raffael Dörig, Leiter und Kurator des Kunsthauses Langenthal, an der Jurierung teil.

Christian Hörler, geboren 1982, erhält den Werkbeitrag für sein Kunstprojekt «Die Säule». In seinem künstlerischen Schaffen setzt sich Hörler mit den Eigenschaften und der Formbarkeit verschiedener Materialien auseinander. Insbesondere Steine üben seit seiner Ausbildung zum Steinbildhauer eine grosse Faszination auf ihn aus. 2018 stellte er für eine Kunstausstellung eine Mustersammlung von armenischen Tuffsteinen zusammen. In diesem Sommer besichtigte er mehrere Abbaugebiete vor Ort in der Region rund um Yerevan. Angeregt durch die Eindrücke der Armenienreise möchte er diese Recherche fokussiert auf das Appenzellerland fortführen und stillgelegte Steinbrüche vor allem Sandstein-, Nagelfluh-, und Kalktuffabbauorte ausfindig machen und dokumentieren. Zudem plant er, vor Ort Steinblöcke zu entnehmen, zu bearbeiten und als Stele im Steinbruch für einige Monate aufzustellen.

Christian Hörler vermisst die Welt nicht mit einem Meterstab, sondern mit den Dimensionen seiner Kunstobjekte. Mit dem Projekt «Die Säule» lenkt Hörler die Aufmerksamkeit auf die Steinbrüche im Appenzellerland, setzt Kunst als Wegweiser ein und lässt über die Verwendung von Baustoffen und den Umgang mit Natur und Ressourcen nachdenken. Stillgelegte Steinbrüche sind ein Stück Geologie, Handwerks-, Bau- und Sozialgeschichte. Stelen dienen als Grabmal, als Grenzstein oder Informationstafel. Christian Hörler bringt die beiden Dinge zusammen. Die Jury ist von der Sorgfalt im Umgang mit Material und Handwerk angetan. Das Vorhaben hat einen hohen Lokalbezug und setzte sich auf überraschende Art und Weise mit Geschichte und Gegenwart des Appenzellerlandes auseinander. Das Projekt ist durchdacht und baut auf vergangenen Arbeiten des Künstlers auf. Konzept, Zeitpunkt und Ziel sind stimmig. Die Innerrhoder Kulturstiftung ist gespannt auf das Resultat.

Die Verleihung des Werkbeitrags an Christian Hörler findet am 30. November 2019, um 16.00 Uhr im kleinen Ratssaal an Hauptgasse 6 in Appenzell statt. Der Anlass ist öffentlich, Gäste sind herzlich willkommen.

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