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FSC-Zertifizierung

Waldeigentümer und Forstdienste beider Appenzell betreiben eine nachhaltige und naturnahe Waldbewirtschaftung. Zur besseren Verbreitung dieser Information und in der Hoffnung auf gewisse Vorteile liessen die Oberforstämter der beiden Kantone als Vertreter der Waldeigentümer den Appenzellerwald im Jahre 2003 gemäss Prinzipien und Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) zertifizieren und zwar in der Form einer Gruppenzertifizierung. Mit einem einzigen Label gelang es so, den gesamten Appenzellerwald zu erfassen. Jeder Kanton hatte allerdings ein eigenes Handbuch mit seinem eigenen Managementsystem zu erstellen. Sie trugen während der ersten fünf Jahre alle Arbeiten und Kosten für die Einführung und Überwachung des Zertifikates. Vor der im Jahre 2008 anstehenden Rezertifizierung wurde klar, dass eine Waldzertifizierung im Interesse der Waldeigentümer erfolgt und nicht Aufgabe des Staates ist. Der Appenzellische Waldwirtschaftsverband übernahm deshalb die Federführung, wobei eine finanzielle und fachliche Unterstützung durch die Kantone und die Forstdienste zugesichert wurde.

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FSC-GRUPPENZERTIFIZIERUNG (Forest Stewardship Council)


Ausgangslage
Waldeigentümer und Forstdienste beider Appenzell betreiben eine nachhaltige und naturnahe Waldbewirtschaftung. Zur besseren Verbreitung dieser Information und in der Hoffnung auf gewisse Vorteile liessen die Oberforstämter der beiden Kantone als Vertreter der Waldeigentümer den Appenzellerwald im Jahre 2003 gemäss Prinzipien und Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) zertifizieren und zwar in der Form einer Gruppenzertifizierung. Mit einem einzigen Label gelang es so, den gesamten Appenzellerwald zu erfassen. Jeder Kanton hatte allerdings ein eigenes Handbuch mit seinem eigenen Managementsystem zu erstellen. Sie trugen während der ersten fünf Jahre alle Arbeiten und Kosten für die Einführung und Überwachung des Zertifikates.
Vor der im Jahre 2008 anstehenden Rezertifizierung wurde klar, dass eine Waldzertifizierung im Interesse der Waldeigentümer erfolgt und nicht Aufgabe des Staates ist. Der Appenzellische Waldwirtschaftsverband übernahm deshalb die Federführung, wobei eine finanzielle und fachliche Unterstützung durch die Kantone und die Forstdienste zugesichert wurde.

Ziele der Zertifizierung
Mit der Erneuerung der Zertifizierung streben der Appenzellische Waldwirtschaftsverband und die Forstdienste beider Kantone folgende Ziele an:

  • Holzabsatz längerfristig sichern
  • Wettbewerbsposition der Forstbetriebe verbessern
  • besserer Auftritt am Markt
  • Information über naturnahe, nachhaltige und sozial verträgliche Waldbewirtschaftung verbreiten
  • Verarbeitung und Verwendung von einheimischem Holz stärken
  • Gruppenpolitik gegen aussen kommunizieren
  • Goodwill für die Waldbewirtschaftung schaffen
  • Schwachstellen in den Forstbetrieben aufzeigen
  • den Waldeigentümern eine sinnvolle und nutzbringende Dienstleistung anbieten


Appenzellischer Waldwirtschaftsverband als Gruppenvertretung
Der Appenzellische Waldwirtschaftsverband bietet die Plattform für die Gruppenzertifizierung. Er vertritt die Gruppe gegenüber der Zertifizierungsstelle. Präsidiert wird der Verband von Stefan Müller, Appenzell.
Dr. Peter Ettlinger, pensionierter Ausserrhoder Kantonsoberförster, ist vom Waldwirtschaftsverband beauftragt, das Handbuch bei Bedarf an Neuerungen anzupassen und die jährlichen internen und externen Audits zu betreuen. Unterstützt wird er dabei von Beat Fritsche, Forstingenieur, und Oliver Gerlach, Fachspezialist, Oberforstamt Appenzell Ausserrhoden, und von Forstingenier Martin Attenberger.
Die organisatorischen und forstpolizeilichen Funktionen erfüllt der Forstdienst. Verantwortlich für die Leitung von Oberforstamt und kantonalem Forstdienst sind in Innerrhoden Oberförster Albert Elmiger und in Ausserrhoden Oberförster Heinz Nigg. Spezielle Aufgaben im Rahmen der Zertifizierung erledigen der Appenzellische Waldwirtschaftsverband und die beiden Oberforstämter gemeinsam.
Die Gruppe umfasst das gesamte Waldgebiet beider Appenzell. Dieses gliedert sich in einzelne Forstreviere, die je von einem Förster geführt und betreut werden. Das Forstrevier gilt als grundlegende Bezugsebene der Gruppenzertifizierung. In der Regel umfasst es in Innerrhoden einen oder mehrere Bezirke und in Ausserrhoden mehrere Gemeinden, also ein geographisch abgegrenztes Gebiet. Bei öffentlichen Wäldern und bei Korporationswäldern kennen beide Kantone einzelne Ausnahmen vom Territorialprinzip. In ihren Revieren sind die Förster für den Vollzug der hoheitlichen Aufgaben zuständig.
Neben der Möglichkeit zur Teilnahme an der Gruppenzertifizierung bieten der Appenzellische Waldwirtschaftsverband sowie die beiden Forstdienste weitere Dienstleistungen an:

  • Beratung über Waldpflege, Waldbewirtschaftung und Holzmarkt
  • Zusammenstellung und Verbreitung von Holzmarktinfos
  • Allgemeine Informationstätigkeit (z. B. periodische Info-Bulletins oder Home Page)
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Beratung und Information in Holzenergiefragen


Gruppenpolitik
Mit der Zertifizierung betreiben der Appenzellische Waldwirtschaftsverband und die Forstdienste beider Appenzell folgende Politik:

  • Sämtliche Waldeigentümer bewirtschaften ihre Wälder nach den FSC-Prinzipien und Kriterien sowie nach den nationalen Standards für die Waldzertifizierung.
  • Bei der Waldbewirtschaftung sind naturnahe Waldbaumethoden mit Naturverjüngung und standortgerechter Bestockung anzustreben. Damit wird ein Beitrag zur Umsetzung der weltweit anerkannten Grundsätze für eine nachhaltige Bewirtschaftung geleistet (Rio 1992).
  • Die Waldeigentümer unterstützen die Kantone Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden bei der Umsetzung ihrer Waldreservatskonzepte.
  • Die Branchenlösung Forst ist in Innerrhoden bei den Holzkorporationen sowie im Staatswald und in Ausserrhoden bei den Forstbetrieben umgesetzt.


Die Gruppenpolitik wird bei Bedarf überprüft und aktualisiert.

Dokumente

Dokumente
Typ Titel Bearbeitet
Datei PDF document Beitrittserklärung FSC 28.02.2017

Weitere Informationen.

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