Coronavirus: Unterstützung im Kulturbereich

Kulturunternehmen können im Kanton Appenzell I.Rh. bis Ende 2021 Finanzhilfen in Form von Ausfallentschädigungen beantragen und neu auch Beiträge für Transformationsprojekte. Anspruchsberechtigt sind Kulturunternehmen in den Kulturbereichen darstellende Künste und Musik, Design, Film, Visuelle Kunst, Literatur sowie Museen, sofern sie die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllen.

Die Unterstützungsmassnahmen sollen einerseits die wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 auf die Kulturunternehmen abmildern und anderseits die Kulturunternehmen bei der Anpassung an die veränderten Verhältnisse unterstützen. Ziel ist, die nachhaltige Schädigung der Kulturlandschaft zu verhindern und die kulturelle Vielfalt zu erhalten. 

Gemäss Entscheid des Bundesrats vom 18. Dezember 2020 wird es in 2021 auch für Kulturschaffende wieder möglich sein, Ausfallentschädigungen zu beantragen. Diese Unterstützungsmassnahme steht im Kanton Appenzell I.Rh. voraussichtlich ab 1. Februar 2021 zu Verfügung. Die nötigen Informationen dazu werden hier aufgeschaltet.

Hier finden Sie eine Übersicht zu den unterschiedlichen Unterstützungsbeiträgen und die entsprechenden Gesuchformulare.  Die Website wird aufgrund der sich verändernden Rahmenbedingungen regelmässig aktualisiert.

Welche zusätzliche Unterstützung gibt es für die Kultur aufgrund der Corona-Pandemie?

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Was sind Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen?

Zahlreiche grosse und kleine Kulturunternehmen und -institutionen haben massive finanzielle Schäden in der aktuellen Situation. Sie können neben Kurzarbeit deshalb eine Ausfallentschädigung beantragen. Bitte lesen Sie vor einer Gesucheinreichung unbedingt das Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen durch.

Nicht gewinnorientierte sowie auch gewinnorientierte Kulturunternehmen und -institutionen können für den finanziellen Schaden, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen infolge der Umsetzung staatlicher Massnahmen entsteht, eine Ausfallentschädigung in Form einer nicht-rückzahlbaren Finanzhilfe beantragen. Die Ausfallenschädigung kann bis zu 80 Prozent des anrechenbaren Schadens decken. Falls der Sitz Ihres Unternehmens im Kanton Appenzell I.Rh. ist, ist das Kulturamt des Kantons zuständig.

Wichtiger Hinweis: Bund und Kantone streben im Sinne der kulturellen Vielfalt an, dass Kulturunternehmen die Kulturschaffenden für vereinbarte Engagements entschädigen, auch wenn Auftritte bzw. Projekte letztlich nicht stattfinden können (siehe auch die Rubrik «Schaden und Schadensminderung» im Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen). Dabei wird davon ausgegangen, dass die Kulturunternehmen die Kulturakteure angemessen entschädigen, d.h. sich bei der Entschädigung der Kulturakteure an den empfohlenen Mindesthonoraren von relevanten Branchenverbänden orientieren.

Die Schadensberechnung stützt sich auf die - durch den Ausfall, die Verschiebung oder die (aufgrund von Schutzkonzepten) eingeschränkte Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder betriebliche Einschränkungen - entgangenen Einnahmen sowie die nicht angefallenen Aufwände ab. Als entgangene Einnahmen können z.B. entgangene Ticket-, Shop- und/oder Vermietungseinnahmen und auch nicht erhaltene Sponsoring- oder Kulturfördergelder angerechnet werden. Auch für verhältnismässige und spezifische Schutzmassnahmen, die durch die staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus notwendig geworden sind, können Ausfallentschädigungen beantragt werden. Die entgangenen Einnahmen sowie die Mehraufwände werden den nicht angefallenen Kosten (z.B. Gagen, Produktionskosten usw.) als Schadensminderung gegenübergestellt. Schadensmindernd angerechnet werden auch allfällige Kurzarbeitsentschädigungen usw. 

Das Kulturamt beurteilt die Gesuche gestützt auf die COVID-19-Kulturverordnung des Bundes (SR 442.15), den Standeskommissionsbeschluss betreffend die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (StKB COVID-19) und das Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen. Das Kulturamt nimmt eine kulturpolitische Priorisierung der eingegangenen Gesuche vor. Massgebend ist der Beitrag des Kulturunternehmens zur Verbreitung sowie Förderung des regionalen Kulturschaffens und der Vielfalt des kulturellen Angebots in der Region.

Hier finden Sie das entsprechende Gesuchformular und Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ): 

Bitte beachten Sie die verbindlichen Eingabefristen im Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen.

Was sind Beiträge an Transformationsprojekte von Kulturunternehmen?

Kulturunternehmen können für Kosten, die für Transformationsprojekte entstehen, Beiträge in Form einer nicht-rückzahlbaren Finanzhilfe beantragen. Unterstützt werden Projekte, mit denen Kulturunternehmen eine Anpassung an die durch die Covid-19-Epidemie veränderten Verhältnisse bezwecken und die der strukturellen Neuausrichtung oder Publikumsgewinnung dienen. Die Beiträge können bis zu 60 Prozent der Kosten für Transformationsprojekte betragen. Bitte lesen Sie vor einer Gesucheinreichung unbedingt das Merkblatt Transformationsprojekte durch.

Transformationsprojekte umfassen zwei Kategorien von Vorhaben:
  • Zum einen sind Vorhaben förderfähig, die eine strukturelle Neuausrichtung des Kulturunternehmens zum Gegenstand haben. Damit sind Vorhaben wie unter anderem organisatorische Verschlankungen, Kooperationen verschiedener Kulturunternehmen oder Zusammenschlüsse (Fusionen) gemeint.
  • Zum anderen können Projekte unterstützt werden, welche die Wiedergewinnung von Publika oder die Erschliessung neuer Publikumssegmente bezwecken.

Transformationsprojekte sind auf ein definiertes Ziel ausgerichtet und haben eine begrenzte Zeitdauer. Sie bezwecken in jedem Fall eine Anpassung an die durch die Covid-Epidemie veränderten Verhältnisse.

Das Kulturamt beurteilt die Gesuche gestützt auf die COVID-19-Kulturverordnung des Bundes (SR 442.15), den Standeskommissionsbeschluss betreffend die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (StKB COVID-19) und das Merkblatt Transformationsprojekte für Kulturunternehmen. Das Kulturamt nimmt eine kulturpolitische Priorisierung der eingegangenen Gesuche vor. Massgebend ist der Beitrag des Kulturunternehmens zur Verbreitung sowie Förderung des regionalen Kulturschaffens und der Vielfalt des kulturellen Angebots in der Region.

Hier finden Sie das entsprechende Gesuchformular und Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ): 

 Ihr Gesuch ist bis spätestens am 30. November 2021 einzureichen.

Welche zusätzliche Unterstützung können Kulturschaffende beantragen?

Der Anteil von Kulturschaffenden, die selbständig erwerbend oder freischaffend sind, und dadurch weder von Kurzarbeit erfasst werden können, noch durch eine Arbeitslosenversicherung abgesichert sind, ist in der Kulturbranche hoch. Kulturschaffende können deshalb Erwerbsersatzentschädigung beantragen sowie zusätzlich Nothilfe.

Nothilfe
Kulturschaffende, die aufgrund der Erwerbsaufälle wegen der staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, können zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten Nothilfe erhalten, soweit dies nicht über die Entschädigung für Erwerbsausfall in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung sichergestellt ist. Zuständig für die Nothilfe für Kulturschaffende ist Swissculture sociale, der Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden:  https://nothilfe.suisseculturesociale.ch/

Erwerbsersatzentschädigung
Zudem können selbständigerwerbende Kulturschaffende, die wegen einer behördlich angeordneten Betriebsschliessung oder Veranstaltungsabsage Erwerbseinbussen erleiden, bis Ende 2021 bei der kantonalen Ausgleichskasse Corona-Erwerbsersatzentschädigung beziehen. Die Entschädigung muss für jede Betriebsschliessung und für jede abgesagte Veranstaltung einzeln angemeldet werden. Sie müssen dafür eine neue Anmeldung einreichen.  Entschädigungen für weitere Betroffene wird der Bundesrat auf dem Verordnungsweg regeln.

Weitere Informationen unter: https://www.akai.ch/informationen-covid-19/

Welche zusätzliche Unterstützung können Kulturvereine im Laienbereich beantragen?

Laien-Kulturvereine in den Bereichen Musik und Theater (Chöre, Orchester, Theatervereine) können zur Abfederung der mit der Absage oder Verschiebung von Veranstaltungen verbundenen finanziellen Schäden Finanzhilfen erhalten. Zuständig dafür sind die nationalen Verbände im jeweiligen Kulturbereich. 
Weitere Informationen dazu finden Sie unter: https://www.bak.admin.ch/bak/de/home/themen/covid19/bereiche-musik-theater.html

Werden bereits verfügte Projektbeiträge ausbezahlt, wenn ein Projekt abgesagt oder verschoben wird?

Bei Projekten und Veranstaltungen, die mit Mitteln aus dem Swisslos-Fonds, der Stiftung Pro Innerrhoden und der Innerrhoder Kunststiftung unterstützt werden und aufgrund der behördlichen Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden können
  • und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, bleibt die Beitragszusicherung bestehen. Die Verschiebung und das Verschiebedatum sind mitzuteilen. Die Verschiebung kann auch auf das nächste Jahr erfolgen.
  • und abgebrochen oder abgesagt werden, bitten wir Sie uns eine Abrechnung über die angefallenen Kosten sowie allfällige Einnahmen einzureichen. Weist die Schlussabrechnung keinen Einnahmeüberschuss aus, wird der gesprochene Beitrag ausbezahlt bzw. der bereits ausbezahlte Beitrag nicht zurückgefordert.

Fragen?

Bei Fragen und anderen Anliegen können Sie sich gerne direkt an uns wenden:

Zuständige Stelle

Kulturamt

Telefon +41 71 788 93 79

Ansprechperson

Dörig Ottilia
Ottilia Dörig

Leiterin Kulturamt
Telefon: +41 71 788 93 69
E-Mail: ottilia.doerig@ed.ai.ch