Coronavirus: Unterstützung im Kulturbereich

Kulturunternehmen können im Kanton Appenzell I.Rh. bis Ende 2021 Finanzhilfen in Form von Ausfallentschädigungen beantragen und neu auch Beiträge für Transformationsprojekte. Gemäss Entscheid des Bundesrats vom 18. Dezember 2020 wird es auch für Kulturschaffende wieder möglich sein, Ausfallentschädigungen zu beantragen. Anspruchsberechtigt sind Kulturunternehmen und Kulturschaffende in den Kulturbereichen darstellende Künste und Musik, Design, Film, Visuelle Kunst, Literatur sowie Museen, sofern sie die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllen.

Verstärkte Unterstützung im Kulturbereich auch für Freischaffende

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 31. März 2021 Änderungen der Covid-19-Kulturverordnung verabschiedet. Neu können neben Kulturschaffenden mit dem Status als Selbständige auch Freischaffende Ausfallentschädigung beantragen. Diese Unterstützung wird rückwirkend auf den 1. November 2020 eingeführt. Als Freischaffende im Sinn der Covid-19-Kulturverordnung gelten Kulturschaffende, die seit 2018 insgesamt mindestens vier befristete Anstellungen bei insgesamt mindestens zwei verschiedenen Arbeitgebern aus dem Kulturbereich belegen können.

Ab ca. Mitte April 2021 werden das angepasste Merkblatt und das Gesuchsformular für Ausfallentschädigungen an Kulturschaffende auf dieser Webseite aufgeschaltet. Freischaffende können bis spätestens 31. Mai 2021 ihre Gesuche für finanzielle Schäden im Zeitraum vom 1. November 2020 bis zum 30. April 2021 an das Kulturamt des Kantons Appenzell I.Rh. einreichen.

Die Unterstützungsmassnahmen sollen einerseits die wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 auf die Kultur abmildern und anderseits bei der Anpassung an die veränderten Verhältnisse unterstützen. Ziel ist, die nachhaltige Schädigung der Kulturlandschaft zu verhindern und die kulturelle Vielfalt zu erhalten. 

Hier finden Sie eine Übersicht zu den unterschiedlichen Unterstützungsbeiträgen und die entsprechenden Gesuchformular sowie Antworten zu häufig gestellten Fragen. Bitte beachten Sie bei einer Gesuchseingabe unbedingt die verbindlichen Fristen. (siehe Merkblätter).

Die Website wird aufgrund der sich verändernden Rahmenbedingungen regelmässig aktualisiert.

Welche zusätzliche Unterstützung gibt es für die Kultur aufgrund der Corona-Pandemie?

Bild Legende:

Was sind Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen?

Zahlreiche grosse und kleine Kulturunternehmen und -institutionen haben massive finanzielle Schäden in der aktuellen Situation. Sie können neben Kurzarbeit deshalb eine Ausfallentschädigung beantragen. Bitte lesen Sie vor einer Gesucheinreichung unbedingt das Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen durch und beachten Sie die verbindlichen Schadenszeiträume und Eingabefristen im Merkblatt.

Die Gesuche sind grundsätzlich rückwirkend einzureichen, d.h. der Schaden muss zum Zeitpunkt der Gesucheinreichung bereits eingetreten sein. Davon ausgenommen sind Gesuche für finanzielle Schäden in den letzten Wochen des Schadenszeitraumes im November und Dezember 2021.

Hier finden Sie das entsprechende Gesuchformular und Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ): 

Bitte beachten Sie die verbindlichen Eingabefristen im Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen.

Das Kulturamt beurteilt die Gesuche gestützt auf die COVID-19-Kulturverordnung des Bundes (SR 442.15), den Standeskommissionsbeschluss betreffend die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (StKB COVID-19) und das Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen. Das Kulturamt nimmt eine kulturpolitische Priorisierung der eingegangenen Gesuche vor. Massgebend ist der Beitrag des Kulturunternehmens zur Verbreitung sowie Förderung des regionalen Kulturschaffens und der Vielfalt des kulturellen Angebots in der Region.

Was sind Beiträge an Transformationsprojekte von Kulturunternehmen?

Kulturunternehmen können für Kosten, die für Transformationsprojekte entstehen, Beiträge in Form einer nicht-rückzahlbaren Finanzhilfe beantragen. Unterstützt werden Projekte, mit denen Kulturunternehmen eine Anpassung an die durch die Covid-19-Epidemie veränderten Verhältnisse bezwecken und die der strukturellen Neuausrichtung oder Publikumsgewinnung dienen. Die Beiträge können bis zu 60 Prozent der Kosten für Transformationsprojekte betragen. Bitte lesen Sie vor einer Gesucheinreichung unbedingt das Merkblatt Transformationsprojekte durch.

Transformationsprojekte umfassen zwei Kategorien von Vorhaben:
  • Zum einen sind Vorhaben förderfähig, die eine strukturelle Neuausrichtung des Kulturunternehmens zum Gegenstand haben. Damit sind Vorhaben wie unter anderem organisatorische Verschlankungen, Kooperationen verschiedener Kulturunternehmen oder Zusammenschlüsse (Fusionen) gemeint.
  • Zum anderen können Projekte unterstützt werden, welche die Wiedergewinnung von Publika oder die Erschliessung neuer Publikumssegmente bezwecken.

Transformationsprojekte sind auf ein definiertes Ziel ausgerichtet und haben eine begrenzte Zeitdauer. Sie bezwecken in jedem Fall eine Anpassung an die durch die Covid-Epidemie veränderten Verhältnisse.

Das Kulturamt beurteilt die Gesuche gestützt auf die COVID-19-Kulturverordnung des Bundes (SR 442.15), den Standeskommissionsbeschluss betreffend die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (StKB COVID-19) und das Merkblatt Transformationsprojekte für Kulturunternehmen. Das Kulturamt nimmt eine kulturpolitische Priorisierung der eingegangenen Gesuche vor. Massgebend ist der Beitrag des Kulturunternehmens zur Verbreitung sowie Förderung des regionalen Kulturschaffens und der Vielfalt des kulturellen Angebots in der Region.

Hier finden Sie das entsprechende Gesuchformular und Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ): 

 Ihr Gesuch ist bis spätestens am 30. November 2021 einzureichen.

Was sind Ausfallentschädigungen für Kulturschaffende?

Der Anteil von Kulturschaffenden, die selbständig erwerbend oder freischaffend sind, und dadurch weder von Kurzarbeit erfasst werden können, noch durch eine Arbeitslosenversicherung abgesichert sind, ist in der Kulturbranche hoch. Kulturschaffende können deshalb Erwerbsersatzentschädigung, Nothilfe sowie Ausfallentschädigungen beantragen.

Kulturschaffende können für den finanziellen Schaden, der seit dem 1. November 2020 und bis Ende 2021 namentlich aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen entsteht, eine Entschädigung erhalten. Zuständig dafür ist das Kulturamt des Kantons Appenzell I.Rh.

Bitte lesen Sie vor einer Gesuchseinreichung unbedingt das Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturschaffende (dieses ist für die Anmeldung des Schadens und für die Beurteilung des Gesuchs verbindlich) und beachten Sie die verbindlichen Schadenszeiträume und Eingabefristen im Merkblatt.

Die Gesuche sind grundsätzlich rückwirkend einzureichen, d.h. der Schaden muss zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung bereits eingetreten sein. Davon ausgenommen sind Gesuche für finanzielle Schäden in den letzten Wochen des Schadenszeitraumes im November und Dezember 2021.

Hier finden Sie das entsprechende Gesuchformular und Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ):

Bitte beachten Sie die verbindlichen Eingabefristen im Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturschaffende

Das Kulturamt beurteilt die Gesuche gestützt auf die COVID-19-Kulturverordnung des Bundes (SR 442.15), den Standeskommissionsbeschluss betreffend die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (StKB COVID-19) und das Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturschaffende. Das Kulturamt nimmt eine kulturpolitische Priorisierung der eingegangenen Gesuche vor. Massgebend ist der Beitrag des Kulturschaffenden zur Verbreitung sowie Förderung des regionalen Kulturschaffens und der Vielfalt des kulturellen Angebots in der Region.

Welche zusätzliche Unterstützung können Kulturschaffende beantragen?

Der Anteil von Kulturschaffenden, die selbständig erwerbend oder freischaffend sind, und dadurch weder von Kurzarbeit erfasst werden können, noch durch eine Arbeitslosenversicherung abgesichert sind, ist in der Kulturbranche hoch. Kulturschaffende können deshalb Erwerbsersatzentschädigung beantragen sowie zusätzlich Nothilfe.

Erwerbsersatzentschädigung

Selbständig erwerbende Kulturschaffende, die wegen einer behördlich angeordneten Betriebsschliessung oder Veranstaltungsabsage Erwerbseinbussen erleiden, können bis Ende 2021 bei der kantonalen Ausgleichskasse Corona- Erwerbsersatzentschädigung beziehen. Weitere Informationen unter: https://www.akai.ch/informationen-covid-19/

Nothilfe

Kulturschaffende, die aufgrund der Erwerbsaufälle wegen der staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, können zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten Nothilfe erhalten, soweit dies nicht über die Entschädigung für Erwerbsausfall in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung sichergestellt ist. Zuständig für die Nothilfe für Kulturschaffende ist Swissculture sociale, der Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden:  https://nothilfe.suisseculturesociale.ch/

Welche zusätzliche Unterstützung können Kulturvereine im Laienbereich beantragen?

Laien-Kulturvereine in den Bereichen Musik und Theater (Chöre, Orchester, Theatervereine) können zur Abfederung der mit der Absage oder Verschiebung von Veranstaltungen verbundenen finanziellen Schäden Finanzhilfen erhalten. Zuständig dafür sind die nationalen Verbände im jeweiligen Kulturbereich. 
Weitere Informationen dazu finden Sie unter: https://www.bak.admin.ch/bak/de/home/themen/covid19/bereiche-musik-theater.html

Werden bereits verfügte Projektbeiträge ausbezahlt, wenn ein Projekt abgesagt oder verschoben wird?

Bei Projekten und Veranstaltungen, die mit Mitteln aus dem Swisslos-Fonds, der Stiftung Pro Innerrhoden und der Innerrhoder Kunststiftung unterstützt werden und aufgrund der behördlichen Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden können
  • und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, bleibt die Beitragszusicherung bestehen. Die Verschiebung und das Verschiebedatum sind mitzuteilen. Die Verschiebung kann auch auf das nächste Jahr erfolgen.
  • und abgebrochen oder abgesagt werden, bitten wir Sie uns eine Abrechnung über die angefallenen Kosten sowie allfällige Einnahmen einzureichen. Weist die Schlussabrechnung keinen Einnahmeüberschuss aus, wird der gesprochene Beitrag ausbezahlt bzw. der bereits ausbezahlte Beitrag nicht zurückgefordert.

Fragen?

Bei Fragen und anderen Anliegen können Sie sich gerne direkt an uns wenden: