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Betriebsdefizit

Ungeachtet des Entscheids, welche Hallenbadvariante gebaut wird, ist schon heute absehbar, dass sich das neue Hallenbad nicht selbstdeckend betreiben lässt. Beim Hallenbad mit Basisangebot (Variante A) wird aufgrund der angestellten Planerfolgsrechnung ein jährliches Betriebsdefizit von Fr. 388’000 prognostiziert. Wird das Hallenbad mit Basis- und Saunaangebot realisiert, wird mit einem Defizit von Fr. 372’000 gerechnet, weil für den Saunateil insgesamt mit einem rentablen Betrieb gerechnet wird.

Nicht eingerechnet in die Defizitermittlung wird die Abschreibung auf der Investition. Diese werden vom Kanton im Rahmen der Gewährung des Landsgemeindekredits getragen.

Im Unterschied zur Vorlage, die dem Landsgemeindegeschäft von 2015 zu Grunde lag, wird in der Betriebsrechnung für das neue Hallenbad auch auf Rückstellungen für einen künftigen Nachfolgebau verzichtet. Damit wird die Betriebsrechnung deutlich entlastet. Über einen Nachfolgebau für das neue Hallenbad muss bei dieser Vorgehensweise gleich wie nun für das derzeit geplante, neue Hallenbad in rund 40 Jahren in einem neuen Gesamtentscheid befunden werden.

Die Betriebskosten liegen aber auch deshalb tiefer als jene, die beim Projekt von 2015 zu Diskussionen geführt haben, weil das neue Bad in beiden Varianten ein deutlich schmaleres Angebot enthält.

Vorgesehene Eintrittspreise

Aufgrund der tieferen Betriebskosten kann man auch die Eintrittspreise weniger anheben, als dies beim Hallenbadprojekt von 2015 der Fall war. Die der Planerfolgsrechnung zugrunde gelegten Preise sind allerdings noch nicht definitiv. Aufgrund von betrieblichen Entwicklungen und Einschätzungen können sich noch Anpassungen ergeben.

Eintrittspreise neues Hallenbad (gemäss Planerfolgsrechnung)

Die Eintritte sind bei beiden
Hallenbadvarianten gleich.
Einzeleintritt
(in Fr.)
Abonnement
(in Fr.)
Erwachsene 10 400
Kinder 5 200
Organisiertes Schwimmen pro Person 5
Organisiertes Schwimmen pro reservierte Bahn 20
Sauna (nur in Variante B) 24 720
Schulen (pro Klasse) 90
Schulen pro reservierte Bahn 20

Für die organisierten Schwimmerinnen und Schwimmer ist vorgesehen, auch Gruppentarife oder Rabatte auf Abonnemente zu ermöglichen. Diese Preise wurden aber noch nicht festgelegt.

Bei den organisierten Schwimmerinnen und Schwimmern sowie den Schulen soll zusätzlich eine Gebühr für die Reservation und Benutzung einer bestimmten Wasserfläche erhoben werden.

Kostenbeteiligung Kanton und Schulgemeinden

Die Schulgemeinden haben ein direktes Interesse an der Nutzung des neuen Hallenbades. Ohne das Schulschwimmen würde man wahrscheinlich kein neues Hallenbad bauen. Die Schulgemeinden des inneren Landesteils sollen daher substanziell in die Finanzierung des Betriebs des neuen Hallenbades einbezogen werden. Ein solcher Einbezug ist aber auch mit Blick auf die Bevölkerung im Bezirk Oberegg angezeigt. Die Einwohnerinnen und Einwohner von Oberegg werden vom neuen Hallenbad im Regelfall nicht in gleicher Weise profitieren wie die Bevölkerung im inneren Landesteil. Mit einer substanziellen Beteiligung der Schulgemeinden des inneren Landesteils am Betriebsdefizit kann diesem Umstand Rechnung getragen werden.

Das Betriebsdefizit für das neue Hallenbad soll zwischen den Schulgemeinden des inneren Landesteils und dem Kanton im Verhältnis von 55% zu 45% aufgeteilt werden. Die neun Schulgemeinden zahlen vom angenommenen Betriebsdefiizit von Fr. 388’000 zusammen Fr. 213’000, der Kanton Fr. 175’000.

Der Kanton trägt zusätzlich auch die Abschreibungskosten für die Bauinvestition, für die er alleine aufkommt. Bei einer Abschreibung auf 25 Jahre macht dieser Anteil je nach Variante jährlich Fr. 652’000 oder Fr. 798’000 aus. Der Kanton zahlt also insgesamt zwischen gut Fr. 800’000 und gegen Fr. 1 Mio. pro Jahr (Vgl. Tabelle Aufwand Kanton und Schulgemeinden des inneren Landesteils).

Keine Beteiligung der Bezirke

Beim Hallenbadprojekt, das mit dem Landsgemeindeentscheid von 2015 gestoppt wurde, waren die Bezirke des inneren Landesteils noch massgeblich in die Finanzierung einbezogen. Darauf hat man in der neuen Vorlage nun verzichtet.

Mit dem Entscheid der Bezirksgemeinden 2016, auf der Liegenschaft Schaies Sportstätten zu bauen, werden die Bezirke des inneren Landesteils zusammen mit den interessierten Vereinen die dortigen Investitionen zu tragen und für den Betrieb zu sorgen haben. Der Kanton ist an der Finanzierung der Sportstätten Schaies nicht beteiligt. Im Gegenzug sollen die Bezirke beim Hallenbad keine finanziellen Beiträge leisten müssen. Damit wird einer klaren Zuordnung der Aufgaben Rechnung getragen.

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