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Bau - Betrieb

Eckpunkte der beiden Hallenbadvarianten

Raumprogramm

Im Anschluss an den Eingangsbereich stehen Gemeinschaftsgarderoben für Gruppen und Schulklassen sowie die Individualbesucher zur Verfügung, welche durch eine kleine Anzahl Einzelkabinen ergänzt werden.

Zentrales Element des Hallenbades sind zwei Schwimmbecken, ein grosses Schwimmbecken mit fünf Bahnen und ein Lehrschwimmbecken mit Schrägboden. Die Bahnlänge für das grosse Becken beträgt 25 m, bei einer Breite von 13.5 m. Das kleine Becken hat ein Grundmass von 13.5 m auf 8.0 m. Beide Becken sind damit grösser als die Becken im bisherigen Hallenbad. Die Umgangsflächen sind sogar deutlich grösser als im bisherigen Bad. Es soll bewusst mehr Platz geboten werden zum Verweilen und für die Ablage (Schematische Darstellung Variante A).

Die Technikräume beinhalten die technischen Einrichtungen für die Heizung, die Lüftung, die Sanitär- und Elektroanlagen sowie für die Badewasseraufbereitung. In Nebenräumen sind Personalgarderoben, eine Werkstatt, Lagerräume und weitere betrieblich notwendige Nutzungen untergebracht. Einiges an Platz beansprucht auch das Becken für den Wasserausgleich in den Schwimmbecken.

Der Saunabereich verfügt über einen separaten Zugang mit eigener Garderobe und einen Verbindungsgang zum Hallenbad. Das Angebot umfasst zwei Saunaräume sowie ein Dampfbad. Im Gegensatz zum bisherigen Hallenbad ist neu keine Aussensauna mehr vorgesehen, dafür aber eine zweite Sauna im Gebäude (Schematische Darstellung Variante B). Erlebnisduschen und eine Eisecke ergänzen das Saunaangebot. Ein grosser Ruheraum sowie eine Dachterrasse laden zur Ruhe ein. Geplant ist auch, den Saunateil mit einem Massageangebot abzurunden.

Flächen und Volumen im Überblick

Bisheriges
Hallenbad
Variante A:
Basisangebot
Variante B:
Basis- und
Saunaangebot
Eingangsbereich (m²)
87 85 85
Hallenbad (m²)
Schwimmhalle, Lehr-
schwimmbecken, Umgangs-
flächen und Garderoben
1’060 1’116 1’116
Grosses Schwimmbecken 25 × 11 25 × 13.5 25 × 13.5
Anzahl 25m Bahnen 4 5 5
Lehrbecken mit breitseitiger
Treppe (m)
11 × 7.5 13.5 × 8 13.5 × 8
Umgangsflächen,
Ablageflächen (m²)
340 440 440
Saunabereich (m²)
Garderobe, Saunaräumen,
Dampfbad, Erlebnisduschen,
Ruheraum und Dachterrasse
350 407
Technik und
Untergeschoss (m²)
309 670 670
Gebäudevolumen (m³) 10’700 11’590 14’300

 

Standort

Bereits bei der Vorlage, die dem Landsgemeindegeschäft von 2015 zu Grunde lag, ergaben sich Diskussionen um den Standort. Verschiedentlich war zu hören, dass eine Platzierung auf der Liegenschaft Schaies, gleich neben dem Freibad Forren, besser wäre. Mit einer solchen Platzierung ergäben sich Synergien. Die Frage des Standorts wurde daher nochmals geprüft.

Vertiefte Abklärungen ergaben, dass das Synergiepotenzial bei einer Platzierung gleich neben dem Freibad im Vergleich zum heutigen Hallenbadstandort klein ist. Das Freibad und das Hallenbad müssen aus technischen Gründen weitgehend separierte Wasserkreisläufe haben. Bei der Technik ergeben sich damit kaum Vorteile. Solche sind dagegen bei den ergänzenden betrieblichen Anlagen, so insbesondere bei den Parkplätzen oder bei einem allfälligen Restaurationsteil, möglich. Diese Vorteile lassen sich aber in gleicher Weise nutzen, wenn anstelle eines Hallenbades anderweitige Sportanlagen auf der Liegenschaft Schaies platziert werden. Im administrativ-personellen Bereich können die möglichen Synergien auch mit getrennten Standorten erreicht werden, wenn beide Betriebe und die Personaleinsätze aus einer Hand geplant werden können. Genau dies ist geplant, indem der Betrieb des Hallenbades unter angemessener Abgeltung dem Bezirk Appenzell übertragen wird.

Nach dem Entscheid der Bezirksgemeinden im Mai 2016, auf der Liegenschaft Schaies Sportstätten zu errichten, steht dieser Ort nicht mehr als Standort für ein Hallenbad zur Verfügung. Die Nutzung möglichst grosser betrieblicher Synergien mit dem Freibad wird nun im Rahmen der Sportstättenplanung angestrebt. Zudem ist vorgesehen, dass der Betreiber des Freibades, der Bezirk Appenzell, auch das neue Hallenbad führen wird.

Betrieb des Hallenbades

Für den Betrieb des neuen Hallenbades ist vorgesehen, den Bezirk Appenzell, der bereits das Freibad Forren führt, mit einem Leistungsauftrag beizuziehen. Das Personal würde diesfalls durch den Bezirk Appenzell gestellt.

Weiter ist vorgesehen, als betriebliches Führungsorgan für das Hallenbad eine Betriebskommission einzusetzen. In dieser Kommission werden namentlich die Schulgemeinden und der Kanton vertreten sein. Das Gremium soll sodann ergänzt werden durch Personen mit spezifischen Kenntnissen in Marketing und Betriebswirtschaft. Übernimmt der Bezirk Appenzell die betriebliche Führung im Hallenbad, wird auch er in der Kommission mitreden können.

Die Betriebskommission entscheidet die wesentlichen betrieblichen Belange. Dazu gehören auch Entscheide über die Eintrittspreise und den Unterhalt der ganzen Anlage.

Umgang mit Gewässern

Das Grundstück, auf dem das bisherige Hallenbad steht, wird vom Küechlimoosbach und vom Bleichenwäldlibach unterquert. Die beiden Bäche fliessen unter dem Parkplatz in die Sitter. Der Lauf des Küechlimoosbachs liegt knapp am Gebäude des bisherigen Hallenbades.

Gemäss dem Bundesrecht über den Gewässerschutz dürfen eingedolte oder überdeckte Bäche, die im Rahmen von Baumassnahmen offengelegt werden, grundsätzlich nicht mehr eingedolt oder überdeckt werden. Sie müssen offengelegt werden, allenfalls unter Verlegung des Laufs.

Sofern sich ein Neubau realisieren lässt, bei dem die bestehenden Überdeckungen nicht berührt werden, können der Küechlimoosbach und der Bleichenwäldlibach weiterhin eingedolt bleiben. Es ist aber sicherzustellen, dass eine spätere Offenlegung nicht erschwert wird, weshalb der Küechlimoosbach nicht zusätzlich mit Gebäuden oder Gebäudeteilen überdeckt werden darf. Im Wettbewerbsverfahren für ein neues Hallenbad wird sich zeigen, wie mit dieser Frage umgegangen werden kann. Eventuell kann auch das neue Hallenbad so platziert werden, dass die bestehenden Eindolungen belassen werden können. Ist dies nicht der Fall, werden die Wettbewerbsteilnehmer Lösungen aufzeigen müssen. Vorabklärungen haben ergeben, dass eine offene Bachführung entlang des Parkplatzes bei der Sitterstrasse, unterhalb der Lourdeskapelle oder zwischen dem bisherigen Hallenbad und dem Kindergarten technisch und wirtschaftlich machbar wäre (Downloads Umgang mit Gewässern).

Sanierung: geprüft und verworfen

Das bestehende Hallenbad könnte grundsätzlich saniert werden. Allerdings ist das bisherige Hallenbad in einem schlechten baulichen Zustand. Der Stahlbau muss erneuert werden, und eine Betonsanierung ist in grossen Teilen des Gebäudes unumgänglich. Für eine Sanierung müsste das Gebäude auf den Rohbau zurückgeführt werden. Hinzu kommt, dass die technischen Anlagen am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind und in der Zeit vor der Schliessung des Hallenbades nur noch mit viel Improvisation am Laufen gehalten werden konnten. Es ist daher von einer technischen Kompletterneuerung auszugehen. Dies betrifft die Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und die Elektroinstallationen. Betroffen ist aber auch die ganze Badwasseraufbereitung und -verteilung (Downloads Zustandbeurteilung). Die Kosten für die Sanierung werden auf rund Fr. 16 Mio. geschätzt. Dabei würde das Bad im genau gleichen Umfang wie bisher wieder hergestellt. Die empfohlenen Normen des Bundesamts für Sport könnten nicht vollständig erfüllt werden. Bei einer Sanierung müsste kein Wettbewerbsverfahren und keine Quartierplanung durchgeführt werden. Dadurch resultiert im Vergleich zu einem Neubau eine Zeitersparnis von rund einem Jahr. Unter Berücksichtigung aller massgebenden Umstände muss festgestellt werden, dass eine Sanierung im erwarteten Umfang nicht sinnvoll ist. Die Sanierung dürfte zwar insgesamt leicht günstiger sein als ein Neubau. Allerdings müssten in baulicher Hinsicht wesentliche Kompromisse in Kauf genommen werden. Die Technikräume würden mehr Platz beanspruchen, als heute zur Verfügung steht, und bezüglich Sicherheit (Fluchtwege und -treppen) wären heikle Probleme zu lösen. Die Möglichkeit einer schnelleren Realisierung vermag die erheblichen Nachteile einer Sanierung nicht aufzuwiegen.

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