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Neue Regionalpolitik

Mit der Neuen Regionalpolitik innovative Ideen unterstützen


Die Neue Regionalpolitik des Bundes (NRP) ermöglicht die Förderung von Projekten, welche die Innovation, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit der ländlichen Regionen stärken. Der Kanton Appenzell Innerrhoden hat sich für die Bereiche Tourismus, Standortentwicklung, natürliche Ressourcen und Agrarwirtschaft verschiedene Ziele gesetzt. Für die Projektinitiierung und -prüfung ist eine Lenkungsgruppe zuständig, die verschiedene Akteure aus der Wirtschaft, der Verwaltung und des Tourismus repräsentiert.

Die Neue Regionalpolitik des Bundes – das Wichtigste in Kürze
Die Neue Regionalpolitik des Bundes (NRP) ist per 1. Januar 2008 in Kraft getreten und hat damit das Investitionshilfegesetz IHG abgelöst. Die Bundespolitik ermöglicht die direkte Förderung von Initiativen, Projekten und Programmen, welche die Innovation, Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit in den ländlichen Regionen stärken. Mit flankierenden Massnahmen sorgt der Bund für eine verstärkte Zusammenarbeit und Koordination der Regionalpolitik mit den Sektoralpolitiken des Bundes. Finanzhilfen können von Regionen, Unternehmen und initiativen Personen und Gruppierungen beantragt werden. Dazu zählen à fonds perdu Beiträge für die Vorbereitung, die Durchführung und die Evaluation von Initiativen, Programmen und Projekten. Die Beihilfen sollen speziell im vor- und überwettbewerblichen Bereich, d.h. für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, bei Projekten zu mehr Unternehmertum sowie innovativen regionalen Akteuren eingesetzt werden. Weitere Mittel können in der Form von zinsgünstigen oder zinslosen Darlehen im Bereich wertschöpfungsorientierter Entwicklungsinfrastrukturen eingesetzt werden. Die aus dem Fonds für Regionalentwicklung gewährten Finanzhilfen sind je zur Hälfte vom Bund und von den Kantonen zu tragen.
Die Bundesversammlung bestimmt in einem achtjährigen Programm die inhaltlichen und räumlichen Schwerpunkte der Umsetzung. Die Kantone erarbeiten ein kantonales Umsetzungsprogramm mit einer vierjährigen Laufzeit, das die kantonsspezifischen Strategien und Ziele sowie geplante Projekte, Programme und Initiativen enthält. In jährlichen Umsetzungsberichten informieren die Kantone den Bund über die Jahresaktivitäten. Nach dem Ende der Laufzeit wird dem Bund Rechenschaft über die realisierten Projekte und Entwicklungsschwerpunkte gegeben. Die Förderschwerpunkte des Bundes für die Periode 2008–2015 liegen auf exportorientierten Wertschöpfungssystemen, die eine volkswirtschaftliche Motorfunktion haben. In der ersten Priorität steht die Schaffung von wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen für die regionale Exportwirtschaft (vornehmlich Tourismus). Zweite Priorität der Umsetzung sind die Produktions- und Dienstleistungsstrukturen (Energie, Agrarwirtschaft, natürliche Ressourcen, Bildung).

Das Kantonale Umsetzungsprogramm Appenzell Innerrhoden 2012–2015
Das vierjährige Umsetzungsprogramm 2012–2015 für Appenzell Innerrhoden wurde vom Volkswirtschaftsdepartement unter Beizung von Schlüsselpersonen aus anderen Departementen und dem Tourismus verfasst. Aufgrund statistischer Daten wurde eine SWOT-Analyse erstellt und unter Einbezug der kantonalen Strategien (Kanton, Wirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus, Raumplanung) wurden Strategieziele und Schlüsselprojekte abgeleitet.
  • Ziel 1 Tourismus: Die Tourismusdestination Appenzell I.Rh. ist gut strukturiert, erhöht die Dienstleistungsqualität und Angebotsvielfalt und verfügt über eine zeitgemässe touristische Beherbergungsinfrastruktur im gehobenen und im tiefpreisigen Segment
  • Ziel 2 Standortentwicklung: Die Wirtschaft in Appenzell I.Rh. hat Zugang zu Innovation, verfügt über Fachpersonal und Arealressourcen und profitiert von der starken Marke Appenzell
  • Ziel 3 Natürliche Ressourcen: Das Wertschöpfungspotenzial von natürlichen Ressourcen (primär Holz) wird identifiziert, es werden Strategien zur Ausschöpfung definiert und konkrete Projekte lanciert
  • Ziel 4 Agrarwirtschaft: Die Agrarwirtschaft erschliesst dank innovativer Produkte und Zusammenarbeit mit dem Gewerbe neue Absatzmärkte

Förderbeiträge 2012–2015
  Kanton Bund Darlehen
 Ziel 1: Tourismus Fr. 230‘000 Fr. 180'000 Fr. 500‘000
 Ziel 2: Wirtschaftsstandort Fr. 200‘000 Fr. 200‘000 Fr. 250‘000
 Ziel 3: Natürliche Ressourcen Fr. 100‘000 Fr. 160'000 
 Ziel 4: Agrarwirtschaft Fr. 60‘000 Fr. 60‘000 Fr. 500‘000
 Flankierende Massnahmen (Fachstelle für NRP) Fr. 100‘000 Fr. 100'000 
Total Fr. 690‘000 Fr. 700‘000 Fr. 1‘250‘000
 

Lenkungsgruppe NRP – Projektkatalysator und Think-Tank
Für die Initiierung, Prüfung und Begleitung der Projekte im Sinne der Neuen Regionalpolitik ist eine Lenkungsgruppe gebildet worden. Die Gruppe besteht aus Vertretern der Privatwirtschaft, der kantonalen Verwaltung, des Tourismus und der „Vision 2015“. Die Gruppe wird von Markus Walt geleitet, der als Amtsleiter des Amtes für Wirtschaft auch für die Umsetzung der Neuen Regionalpolitik verantwortlich ist. Für die Lenkungsgruppe wurden folgende Aufgaben und Ziele definiert:
  • Als Think-Tank für neue Projekte wirken
  • Die Idee der NRP verbreiten
  • Den bottom-up Ansatz der Regionalpolitik umsetzen; „NRP, ein Fall für die Privatwirtschaft“
  • Projekte initiieren und begleiten
  • Alle volkswirtschaftlich relevanten Akteure repräsentieren
  • Eine Katalysatorfunktion für Projekte ausüben
  • Gute Voraussetzungen für die nächste Programmperiode schaffen
  • Koordinative Funktion wahrnehmen (Staat – Wirtschaft)
Zuständiges Amt: Amt für Wirtschaft
Zuständiger Fachbereich: Neue Regionalpolitik
Publikationen

 
 



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